Unendliche Stille …

P1050058…zwischen den mächtigen Windböen, die das Stapfen durch kniehohen Schnee müßig machen. Aber der Schnee ist leicht, pudrig, die klirrende Kälte hat auch ihr Gutes. Dazu gelegentlich einige Sonnenstrahlen, die sich durch die schnell ziehenden Wolken durchmogeln und die weite Schneefläche in eine Glitzerwelt wandeln. Wow, was für ein Bild. Mittendrin das „Belvédère“, eine Installation von Gérard Starck. 1997 schuf der Künstler auf einer Anhöhe in dem 600 m hoch gelegenen Ort Le Hohwald in den Vogesen unübersehbar seine zwecklose Konstruktion.

Eigentlich kein Tag, keine Jahreszeit, um die Route d’Art contemporain abzufahren und sich auf schneebedeckten Passstraßen durch die Vogesen zu bewegen. Oder gerade doch. Weiterlesen

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Sunday, bloody Sunday

ballhausDas Ballhaus ist in Berlin-Spandau eine legendäre Institution. Generationen haben dort ihre Jugend gelebt. Donnerstag war Ballhaus-Tag.

Laut, verraucht, voll. Schüler des Bezirks aller Couleur versammelten sich dort und machten jede Woche Party. Unser Credo war:

Wir sind frei, ungezwungen, überschreiten Grenzen, uns steht die Welt offen, liegt uns zu Füßen, alles ist möglich, erlebbar. Auch wenn jeder für sich ist, unterschiedliche Ziele und Ansichten hat, sich in unterschiedlichen Kreisen bewegt, beim Feiern sind wir eine Gemeinschaft.

Der Freitag war dann entsprechend lau, in der Schule kämpfte man noch mit den tauben Ohren, der kratzigen Kehle vom Anschreien und Alkohol und dem wenigen Schlaf, den man die Nacht zuvor hatte.

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Triple Louise

20140917_101812  Ein Dänischer Ehrenmann, Alexander Brun,  war nicht nur Offizier und Meister der königlichen Jagd, er brachte den Dänen außerdem die Imkerei und die Kultivierung von Obstbäumen nahe. Das Beste aber, das er dem Kopenhagener Umland hinterließ, war sein 1855 erbautes, hübsches Herrenhaus mit Anwesen.

Dort wohnte er mit seiner Liebsten. Und mit der zweiten und auch der dritten Liebsten.

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Kein New York Cheesecake

20140911_101040Unser Hotel liegt zentral, direkt am L’Arc de Triomphe, wir checken spät ein, haben mächtig Hunger und Appetit und freuen uns auf ein Glas Wein. Schnell den Koffer ausgepackt und wieder los. Es ist noch angenehm warm am Abend, ganz anders als in Berlin, wo man bereits mit herbstlicher Frische umgehen muss.

Eigentlich wollen wir nicht weit laufen, aber die erste Brasserie auf unserer Straße sieht zu touristisch aus. Die zweite Bar ist überfüllt, dort nimmt eine Gruppe gerade den Aperitif, bevor sie dann wohl weiterzieht, das dritte Restaurant sieht chic aus, ist allerdings teuer…also laufen wir noch ein wenig weiter und gehen in eine der Seitenstraßen, wo es fast nur -jetzt – geschlossene- Geschäfte gibt, keine Restaurants. Weiterlesen