Leicht sinnfrei

Mein Schwiegervater schrieb mir in einer Mail
„…ich lese deinen Blog regelmäßig. Er erinnert mich an die Kolumne „Mon Berlin“ im Tagesspiegel, in der Pascale Hugues für ein französisches Blatt über ihre Eindrücke von Berlin berichtet. Der Titel deines Blogs bleibt mir allerdings ein Rätsel.“

Nun ja, lieber Beau-Père, Weiterlesen

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Grün zu blau

20141020_175750(1)Die Bezeichnung „Blaues Wunder“ ist vollkommen übertrieben. Dachte ich.

Mein Hotel in Dresden liegt in dem wunderschönen Stadtteil Blasewitz, fußläufig zehn Minuten entfernt von eben dieser Attraktion. Enttäuschung macht sich breit, als ich in der Hotelmappe lese: das Blaue Wunder ist eine Brücke.

Ich hatte vorher keine Assoziationen, allerdings die Erwartung an etwas -für mich- Spektakuläreres als eine Brücke.

Ich mache mich auf den Weg und erhoffe mir die Brücke in einem kräftigen Blau:  Azurblau, Königsblau, Kobaltblau, Türkiesblau –  irgendeine intensive Farbe, in der Dresdens bekannteste Elbbrücke alles überstrahlt! Auch das hat das Blaue Wunder nicht zu bieten – die „Nur-eine-„Brücke ist nicht mal mal wirklich blau. Weiterlesen

Die Wand

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Wer in Paris nicht durch     Montmartre läuft, fährt in NY wahrscheinlich nicht aufs Empire State Building, stellt sich in Barcelona nicht an, um die unfertige Sagrada Familia zu besichtigen und meidet den Flohmarkt am Mauerpark in Berlin.

Derjenige geht in der Tat den Touristenmassen aus dem Weg und vergeudet keine unnütze Zeit wartend vor Einlasstüren. Geld, Eintrittsgeld, spart er auch. Aber: hat man die Fähigkeit und Geduld, sich die unglaublich vielen Leute wegzudenken, die alle das gleiche sehen wollen wie man selbst, erliegt man überall dem Zauber dieser Orte, der sie ursprünglich mal zu den Touristenmagneten gemacht haben, die sie nun sind. Weiterlesen

Laotse

Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden. (Laotse)

Gestern fuhr ich mit dem Zug von Dresden nach Berlin. In meinem Abteil saßen noch ein junger Mann und eine noch jüngere Frau. Sympathische Leute. Wir kannten uns alle nicht, aber die Zeit verflog wie im Flug, weil wir interessante Gespräche führten. Über steigende Immobilienpreise, Urlaubsziele und Hotelpreise kam es dazu, dass ich von unseren positiven Haustauscherfahrungen erzählte. Beide hörten mir sehr interessiert, aber auch etwas ungläubig zu. Für beide war es ein komisches Gefühl, zwischen persönlichen Sachen fremder Menschen zu sein und umgekehrt. Beide waren ängstlich, dass ihnen jemand etwas klaut oder zerstört. Weiterlesen

Sei flexibel

Wir verbrachten den Jahreswechsel mit Freunden in Österreich. Sportlich, feucht-fröhlich, gesellig – fuhren eine Woche Ski in Flachau. Mieteten ganz traditionell eine Ferienwohnung, ohne Stress, ohne großen Aufwand, aber für viel Geld.

Wieder zu Hause ging ich das Projekt Haustausch nun erneut mit vollem Elan an. Allerdings auch leicht ernüchtert, denn ich musste feststellen: so, wie ich mir das vorgestellt hatte, funktionierte es nicht. Objekte mit Pool in Barcelona und auch Andalusien hatte ich zu einem großen Teil abgegrast und nur Absagen bekommen. Ich kam zu folgenden Erkenntnissen:  Weiterlesen

Triple Louise

20140917_101812  Ein Dänischer Ehrenmann, Alexander Brun,  war nicht nur Offizier und Meister der königlichen Jagd, er brachte den Dänen außerdem die Imkerei und die Kultivierung von Obstbäumen nahe. Das Beste aber, das er dem Kopenhagener Umland hinterließ, war sein 1855 erbautes, hübsches Herrenhaus mit Anwesen.

Dort wohnte er mit seiner Liebsten. Und mit der zweiten und auch der dritten Liebsten.

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Zum Jahreswechsel

ein bißchen Statistik.

Marinas Techniker bekamen das Problem in den Griff, ich erhielt von ihr eine zweimonatige Verlängerung meiner Mitgliedschaft als Entschädigung für den Ausfall der vollen Nutzungsfähigkeit. Der Kundenservice funktionierte super…

Los ging es wieder, ich fegte eine nach der anderen Anfrage raus. Mir wurde schnell bewusst, dass man die Kriterien abwägen und anpassen muss, wenn man erfolgreich tauschen will. Der Radius wurde ausgeweitet, auch Andalusien ist ja sehr schön, oder Mallorca. Der geplante Zeitraum war ein nicht zu änderndes Kriterium und „Hauptsache Pool“ war die Devise meiner Family. Weiterlesen

Kein New York Cheesecake

20140911_101040Unser Hotel liegt zentral, direkt am L’Arc de Triomphe, wir checken spät ein, haben mächtig Hunger und Appetit und freuen uns auf ein Glas Wein. Schnell den Koffer ausgepackt und wieder los. Es ist noch angenehm warm am Abend, ganz anders als in Berlin, wo man bereits mit herbstlicher Frische umgehen muss.

Eigentlich wollen wir nicht weit laufen, aber die erste Brasserie auf unserer Straße sieht zu touristisch aus. Die zweite Bar ist überfüllt, dort nimmt eine Gruppe gerade den Aperitif, bevor sie dann wohl weiterzieht, das dritte Restaurant sieht chic aus, ist allerdings teuer…also laufen wir noch ein wenig weiter und gehen in eine der Seitenstraßen, wo es fast nur -jetzt – geschlossene- Geschäfte gibt, keine Restaurants. Weiterlesen

Mit Listen arbeiten

In den nächsten beiden Tagen erhielt ich eine weitere Absage. Diesmal wurde ein kurzer aber freundlicher Satz dazu geschrieben, die erste Absage hatte mich schon etwas pikiert: Da mach ich mir die Mühe und formuliere ein nettes, freundliches Gesuch und dann wird lediglich ein Button gedrückt. Die dritte meiner ersten Anfragen wurde gar nicht beantwortet, ob aus dem Datenstau vielleicht ein Datenverlust wurde? Weiterlesen

Ein Tag in …

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Uzès

In den letzten Jahren wurde viel getan, um das Städtchen -noch- attraktiver zu machen, erzählt mir eine Freundin, die mit ihrer Familie nahe Lyon lebt, aber regelmäßig den Weg in die Provence macht. Momentan machen sie Urlaub in der Nähe und wir treffen uns mit unseren Familien in Uzès, um gemeinsam den Geburtstag meiner Tochter zu feiern.

Auch wir sind zum zweiten Mal in Uzès und sind, wie schon beim ersten Besuch vor einigen Jahren, begeistert von der Atmosphäre diese kleinen Ortes. Weiterlesen